Die Zionsgemeinde Soltau und die St. Pauli Gemeinde Hörpel trafen sich am 14. Juni 2026 zu einer Gemeindebegegnung auf dem Gelände der restaurierten Windmühle in Sprengel/ Heidekreis. Der Tag stand unter dem Motto „Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Pfarrbezirk“.
Jesus Christus lädt uns ein, mit ihm Kirche zu bauen. Dieser vertraute Gedanke wurde in der Predigt von Pastor Henning Scharff auf anschauliche Weise deutlich. Zunächst wurde das Gleichnis vom „großen Abendmahl“ (Lk. 14), das der Predigt zugrunde lag, szenisch dargestellt. Mehrere Gottesdienstbesucher wurden vom „Knecht“ direkt angesprochen und zum Gastmahl eingeladen. Eine Mitspielerin lehnte ab, weil sie ein neues rotes E-Auto gekauft hatte und jetzt dringend die neue Technik ausprobieren musste. Nach einer weiteren Ablehnung richtete der Herr die Einladung an die Menschen am Rande der Gesellschaft und rief die ganze Gemeinde auf, nach vorn zu kommen und ihre mitgebrachten Fotos abzugeben. Durch diese Art, das Evangelium darstellend zu erfahren, waren auch die Kinder angesprochen, hörten gebannt zu und kamen nach vorn, um ihre Fotos zu übergeben.
Dort standen zwei Helfer bereit und hefteten die Fotos der Gemeindeglieder in Form eines Kirchgebäudes an die bereitstehende Pinwand. So wurde unmittelbar begreiflich, was Henning Scharff in der Predigt ausführte: „Lebendige Kirche besteht aus vielen verschiedenen Menschen“.
Wir alle brauchen Jesus Christus, der uns stützt und hält, erläuterte Pastor Scharff. Wir sind miteinander verbunden und stehen auf dem gemeinsamen Fundament Jesus Christus. Auch bei Schwankungen trägt er uns und setzt uns durch seine Liebe in Bewegung. Jeden Tag lädt er uns ein, zu ihm zu kommen.
An diesem Begegnungstag konnten wir lebendige Gemeinschaft erleben im Gottesdienst beim gemeinsamen Singen mit einem kräftigen Posaunenchor aus Soltauer und Hörpler Bläserinnen und Bläsern unter der Leitung von Marc Struckmann.
Nach dem Gottesdienst wurden im Zelt die Biertische und Bänke blitzschnell umgebaut und aus dem Kirchraum wurde ein Restaurant. Ein reichhaltiges Salatbüfett wurde herbeigezaubert, und das Grillgut ließ nicht lange auf sich warten. Jetzt gab es ausgiebig Gelegenheit zum Klönen und Austausch. Abgerundet wurde das Mittagessen mit frischem Butterkuchen.
Gemeinsame Spiele boten vielfache Möglichkeiten zum Kennenlernen, denn die beiden Gemeinden gehören momentan zu zwei verschiedenen Kirchenbezirken und haben daher wenige Begegnungspunkte. Gesprächsrunden wurden bunt zusammengestellt, etwa mit dem Auftrag, dass sich alle, die im selben Monat geboren wurden, zusammentun. In dieser Gruppe konnten wir einander näherbringen, was uns an unserer Gemeinde besonders gut gefällt. Dabei stellten wir viele Übereinstimmungen fest, wie etwa die Musik oder die lebendige Verbundenheit in der Gemeinde.
Zum Abschluss gab es auf dem angrenzenden Sportplatz noch ein Völkerballspiel für den sportlichen Austausch.
Ein rundherum gelungener Tag der Begegnung der beiden Heidegemeinden.
(mr)
16.06.2026
Fotos von Marion Rehr, Beitragsbild erstellt von der Redaktion.
