Warum gelten in der SELK beim Thema „Scheidung“ bei der Interpretation biblischer Texte andere Maßstäbe als beim Thema Frauenordination?
Der folgende Text beschreibt beispielhaft, wie Regelungen in der SELK offensichtlich nicht dem biblischen Zeugnis entsprechen. Eigentlich ist davon auszugehen, dass zumindest durch die Gegner der Ordination von Frauen, die für sich in Anspruch nehmen, die Bibel eindeutig und korrekt auszulegen, die Bibel bei allen Fragen nach denselben Maßstäben interpretiert wird und als Grundlage einer Bewertung von kirchlichen Fragestellungen dient. In der SELK ist es dagegen so, dass bei manchen Themen auf die (vermeintliche) Übereinstimmung mit der Bibel gepocht wird (z.B. bei der Frauenordination), bei anderen wird offensichtlich nicht in der gleichen Weise argumentiert.
So wird beim Thema Scheidung (von Pfarrern und ihren Ehefrauen) dem offensichtlichen Zeugnis der Bibel nicht gefolgt. Bei der Ablehnung der Frauenordination wird eine (vermeintliche) Übereinstimmung betont.
Ich bin persönlich dafür, dass Eheleute sich nicht leichtfertig scheiden lassen sollten, aber auch nicht zwanghaft zusammenbleiben, sondern gemeinsam das Richtige tun, wenn sie kein weiteres gedeihliches Miteinander mehr sehen können und Versuche, die Ehe zu heilen, nicht fruchteten. Insofern respektiere ich es, wenn Menschen inkl. Pfarrern der SELK sich zu einer Scheidung entschließen.
Die Bibel sieht allerdings weniger Möglichkeiten vor, eine Ehe zu scheiden.
Einer Scheidung geht wohl in den allermeisten Fällen persönliches Fehlverhalten, Sünde voraus, indem das fünfte Gebot verletzt wurde – egal auf welche Weise. Für diese Einschätzung kann wahrscheinlich Einigkeit erzielt werden – mit engem und mit weiterem Bibelverständnis. Dennoch nehmen (auch) Pfarrer mit engem Bibelverständnis für sich in Anspruch, sich scheiden zu lassen und auch wieder zu heiraten, was von denen mit einem weiteren respektiert wird – und umgekehrt auch.
Nun zur Ordination von Frauen: Hier ist der biblische Befund nicht so eindeutig, und es gibt zudem unterschiedliche Interpretationen einiger Bibeltexte. Allerdings wird eine Praxis der Frauenordination von ihren Gegnern als Abkehr von Einzelaussagen in Gottes Wort und damit als Sünde bewertet, während die Befürworter in der Ordination von Frauen unter anderem eine Umsetzung des Auftrags Jesu an die Frauen, den Jüngern die Auferstehung zu verkündigen, sehen und vor allem den direkten Zusammenhang zwischen den wenigen Bibelstellen bzgl. Lehre durch Frauen und der Verweigerung der Frauenordination theologisch redlich nicht herstellen können und insofern die Wertung als Fehlverhalten oder Sünde als vollkommen deplatziert einschätzen.
Im Folgenden geht es darum, wie biblische Texte bei dem einen Thema eine zeitgemäße Interpretation erfahren, beim anderen Thema nicht.
Bibelstellen zur Scheidung
Im Eckpunktepapier für Regelungen bei Trennung und Scheidung von Pfarrerehen – §§ 24 und 25 PDO [1] – steht folgende Präambel:
„Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen (1. Mose 1, 27) und sie aneinander gewiesen (1. Mose 2,18ff). Durch seinen Segen haben Mann und Frau Anteil an seinem Schöpfungshandeln (1. Mose 1, 28). Mit einem Gebot hat Gott die Ehe geschützt (5. Mose 5, 18).“
„Jesus Christus hat die Ausschließlichkeit und Unauflöslichkeit der ehelichen Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau bestätigt und bekräftigt (Matthäus 19, 6 / Markus 10, 9). In ihrer Hingabe, Liebe und Fürsorge füreinander ist ein Ehepaar in dieser Welt ein Bild für die Beziehung zwischen Christus und der Kirche (Epheser 5, 31-33):“ (Mit Christus leben, Seite 39)
„Die Beziehung zwischen Mann und Frau am Anfang der Schöpfung kennt keine zeitliche Begrenzung. Sie ist auf Dauer anlegt. Erst der Sündenfall bringt die „Scheidung durch den Tod“. Dennoch erhält keiner der Partner dadurch die Bevollmächtigung, ihre Beziehung in irgendeiner Weise zu öffnen oder zu erweitern. Nach dem Zeugnis des Alten Testamentes hat Lamech aus der Nachkommenschaft Kains eigenmächtig die Mehrehe eingeführt (1. Mose 4, 19). Mehr- bzw. Vielehen der Erzväter und Könige Israels werden mit deren emotionalen, erzieherischen, erbrechtlichen und geistlichen Nöten offen geschildert. Die Bewertung der Monogamie als der von Gott eingesetzten Eheform bleibt jedoch in den Ehevorschriften für die Priester und Könige erhalten (3. Mose 21,13ff; 5. Mose 17, 17). In der Thora wird zwar dem Mann die Scheidung (5. Mose 24,1ff.) zugestanden, aber die Worte der Propheten machen deutlich, dass ausschließlich Ehebruch die Ausstellung eines Scheidebriefes rechtfertigt: „Wie ich Israel, die Abtrünnige, wegen ihres Ehebruchs gestraft und sie entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe, scheut sich dennoch ihre Schwester, das treulose Juda, nicht, sondern geht hin und treibt auch Hurerei.“ (Jeremia 3, 8)“ (Sexualität, Seite 69)
„So nennt Christus in der Auseinandersetzung um Scheidungsgründe den einzig möglichen: Ehebruch. Tatsächlich aber kennt die Heilige Schrift zumindest eine weitere seelsorgliche Ausnahmesituation, bei der offenbar eine Scheidung nicht ausgeschlossen wird. Für die Situation, wo ein ungläubiger Ehepartner die Trennung wünscht, weil sein Partner zum Glauben gekommen ist, heißt es im 1. Korintherbrief: „Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so lass ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Zum Frieden hat euch Gott berufen.“ (1. Korinther 7,15) (Sexualität, Seite 70)
Unterschiede in der Bibelauslegung bei Scheidung und Frauenordination
Die feste und vom Segen Gottes getragene Beziehung von Frau und Mann gibt es bereits seit Anfang der Bibel – Adam und Eva. Auch wenn es andere Formen in der Bibel gab (Vielehe, Neben- und Hauptfrauen) so ist doch heute die Ehe wieder das, was es am Anfang in der Bibel war – ein Bündnis zwischen einer Frau und einem Mann. Dazu und auch zur Scheidung gibt es eindeutige Stellen in der Bibel. Wenn die Bibel also wörtlich verstanden wird, sind hier klare Weisungen gegeben.
Das Amt der Verkündigung und der Sakramentsverwaltung hat einen größeren Wandel erlebt. Grundsätzlich werden in der Bibel diese Ämter rein durch Berufung vergeben. Das heutige Amt des Pfarrers baut auf Grundlage weniger Bibeltexte [2], die nicht einmal zwingend mit einer „Ordination“ in Verbindung stehen, auf einem höheren Bildungsabschluss, einem wissenschaftlichen Studium mit Prüfungen, dem Erlernen von drei alten Sprachen mit Prüfungen und einem Examen sowie einer begleiteten Praxisphase (Vikariat) mit einem zweiten Examen auf. Diese Praxis findet sich in der Bibel nicht.
Von Christus ist keine Aussage in der Bibel überliefert, in der er festlegt, dass es eine unterschiedliche Beauftragung von Frauen gibt. Vielmehr ist es auffallend, dass Jesus in einer extrem patriarchalischen Gesellschaft Frauen auf Augenhöhe begegnet und er dabei oftmals gegen geltende jüdische Regeln verstößt und eben da NICHT das Gesetz einhält, das er ansonsten hochgehalten hat.[3] Jesus selbst bzw. Engel beauftragen Frauen, den Jüngern die wichtigste Botschaft des Christentums, die Auferstehung, zu verkündigen (Matth. 28; Mk. 16; Lk. 24; Joh. 20). [4]
Ob Paulus mit seinem Schweigegebot (1. Kor. 14, 34f) oder seinem Lehrverbot (1. Tim. 2,12) in die jeweilige Gemeindesituation oder ewige gültige Sätze geschrieben hat, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Für das erste spricht: Es gibt auch innerhalb der Paulus-Briefe Widersprüchliches: Das Gebot, dass Frauen beim prophetischen Reden eine Kopfbedeckung tragen sollen (1. Kor. 11,5), passt nicht zum Schweigegebot in der Gemeindeversammlung (1. Kor. 14, 34f).
Dass die relevanten biblischen Stellen nicht eindeutig und einheitlich ausgelegt werden, ist auch im Atlas Frauenordination [5] nachzulesen.
Die biblischen Stellen zu Ehe und Scheidung sind klar, und Christus hat hier Aussagen getroffen. Da Pfarrer auch eine Vorbildfunktion haben, wäre hier – ein enges Bibelverständnis vorausgesetzt – besondere Sorgfalt zu wahren.
Bei der Frage der Frauenordination ist eine klare und eindeutige Botschaft nicht erkennbar und es ist vor allem der Tradition zu verdanken, dass Frauen in der SELK nicht ordiniert werden dürfen [6], denn es bedarf weitreichender interpretatorischer Arbeit, um aus den vorliegenden Texten eine Ablehnung der Frauenordination zu lesen.
SELK-Regelungen
Bemerkenswert bei dem oben erwähnten Eckpunktepapier zum Thema „Scheidung“ ist, dass die darin vorgeschlagenen Regelungen dem in der Präambel beschriebenen biblischen Befund nicht entsprechen.
Diese vorgeschlagenen Regelungen wurden zu dem zurzeit geltenden Kirchenrecht in der Pfarrerdienstordnung.
Im Eckpunktepapier wird Folgendes angemerkt:
„Die Arbeitsgruppe hat sich bei ihren Beratungen die unterschiedlichen theologischen Positionen im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung von Pfarrerehen bewusst gemacht. Diese Positionen sind nach ihrer Auffassung nicht zu harmonisieren. Von daher soll mit dem jetzt vorliegenden Eckpunktepapier theologisch nichts aufgeweicht oder gar verwischt werden. Vielmehr hat sich die Arbeitsgruppe für einen Weg entschieden, entscheiden müssen, den zu gehen sie aber theologisch für möglich hält. Sie stützt sich dabei u. a. auf einzelne Aussagen der Theologischen Kommission und des ersten Bischofs der Kirche, Dr. Gerhard Rost (siehe Anhang 1). Damit ist nicht die Absicht verbunden, eine neue theologische Grundsatzdiskussion auszulösen, sie sollen lediglich die Motivation für diese Vorlage verdeutlichen. Ziel kann doch nur sein, eine theologisch verantwortbare Regelung zu schaffen, die auch den Betroffenen und Beteiligten in einer schwierigen Situation eine reale Hilfestellung bietet. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die derzeitige Regelung des § 25 PDO mit der dazu erlassenen Richtlinie offensichtlich ihre Grenzen hat und von den Beteiligten immer wieder als „der Situation nicht angemessen“ erlebt, als „unzureichend“ oder als „nicht umsetzbar“ angesehen wird.“
In anderen Diskussionen der SELK (z.B. bei der Frauenordination) werden biblische Stellen in der eigenen Auslegung als für alle verbindlich betont – es wird sinngemäß argumentiert: „Die Frauenordination ist durch eindeutiges biblisches Zeugnis nicht möglich“, wobei hier, wie bereits oben beschrieben, das biblische Zeugnis nicht einmal so eindeutig ist wie beim Thema „Scheidung“.
Ein Kompromiss im Stil von „Ziel kann doch nur sein, eine theologisch verantwortbare Regelung zu schaffen, die auch den Betroffenen und Beteiligten in einer schwierigen Situation eine reale Hilfestellung bietet“ wäre eine Option, um in der Diskussion über die Frauenordination zu einer für viele vertretbaren Lösung zu kommen. Frauen von der Wortverkündigung und der Sakramentsverwaltung auszuschließen, ist für einige von ihnen und andere Menschen in der SELK eine schwierige Situation. Frauen sind zum Verlassen der SELK gezwungen, um ihre Berufung zu leben und einige sind inzwischen Pfarrerinnen und Professorinnen in anderen Kirchen. Andere sind an ihrer Kirche verzweifelt und sind ausgetreten oder haben sich resigniert zurückgezogen.
In den Regelungen zur Scheidung, vor allem § 25 der Pfarrerdienstordnung, werden biblische Stellen nicht erwähnt. Sie sind auch nicht mehr erkennbar, obwohl in der Bibel doch klare Aussagen stehen:
- Der besonders von Christus betonte einzige Grund für eine Scheidung, der Ehebruch (Matth. 5, 27-32 und Matth. 19, 1-9), wird nicht (mehr) thematisiert.
- Markus 10, 1-12: „Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden (Vers 9)“ – eindeutige Worte von Christus zur Scheidung. Und die Wiederheirat wird hier eindeutig untersagt; wie kann es dann sein, dass es Pfarrer in der SELK gibt, die zum dritten Mal verheiratet sind?
- Sollte es eine Schöpfungsordnung mit Auswirkung auf die Rollen von Mann und Frau geben, wie von Gegnern der Frauenordination häufig betont, würde diese auch die lebenslange Partnerschaft von Frau und Mann beinhalten. (Im Übrigen ist der Aspekt der Unterordnung der Frau unter den Mann keine Schöpfungs-, sondern eine Sündenfallordnung.)
Fazit: Die in der Präambel des Eckpunktepapiers und in der lutherischen Orientierung „Mit Christus leben“ angeführten Bibelstellen werden in den Regelungen zur Ehescheidung von Pfarrern nicht abgebildet.
Interessant ist hier auch das Hirtenwort „Ehe und Familie als Gaben Gottes entdecken“. [7] Hier schreibt Bischof Voigt: „Dabei wissen wir, dass die Heilige Schrift nicht auf alle Fragestellungen der heutigen Zeit Antworten gibt. Dennoch sind zum Beispiel neue medizinische Möglichkeiten oder andere Veränderungen vor dem Hintergrund biblischer Grundlegungen zu bedenken und zu bewerten.“ – Was bedeutet das im Zusammenhang mit der Frage der Frauenordination? Ist es da nicht genauso?
Beim Thema Scheidung wurden jahrhundertealte und zu allen Zeiten biblisch begründete Regelungen in neuester Zeit in anderer Richtung geändert. Der Bischof der SELK erklärt das mit seinem Satz (s.o.).
Das Thema „Scheidung“ unter anderen Ehepaaren als den Pfarrer-Ehepaaren wird in den kirchlichen Veröffentlichungen nur sehr selten – und wenn – dann nur kurz erwähnt. Hier würde die biblische Botschaft für Unverständnis sorgen. Das ist vielleicht der Grund, es nicht zu thematisieren?
Warum wurde die Scheidung an die heutige Situation angepasst, das biblische Zeugnis dazu umgedeutet oder außer Acht gelassen? Hier kann man vom sog. Zeitgeist reden, oder was waren sonst die Gründe?
Der Satz des Bischofs zu den Fragestellungen unserer Zeit passt sehr gut zur Frage der Frauenordination. Warum er in seiner Weihnachtsbotschaft von jahrhundertealten Traditionen spricht. Warum er in der Videobotschaft von jahrhundertealten Traditionen spricht, während diese bei der Scheidung geändert werden, ist schwer verständlich. Warum benutzt er diesen Satz bei der Diskussion um die Scheidung und handelt bei der Diskussion über die Frauenordination entgegengesetzt? Das ist nach dem oben Dargestellten nicht nachvollziehbar, zumal es etliche neutestamentliche Befunde gibt, die die Verkündigung der wichtigsten Botschaft unseres Glaubens, der Osterbotschaft, bei den Frauen sehen (Matth. 28, 10; Luk. 24, 9; Joh. 20, 17f) – und zwar verkündigen sie nicht nur Frauen und Kindern die frohe Botschaft, sondern sogar den Aposteln!
Wieso hält die Mehrheit der Pfarrer auf dem APK 2025 “aus theologischen Gründen ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Praxis der Ordination von Frauen und der Ablehnung dieser Praxis in der SELK für nicht möglich“, respektiert und begrüßt aber die kirchlichen Scheidungsregelungen? Wie kann es gerade ein eng denkender und glaubender Pfarrer verantworten, sich scheiden zu lassen und wieder zu heiraten, und gleichzeitig berufenen Frauen die Ordination zu verweigern? Hier gibt es doch dann ein großes theologisches Problem?!
In der Diskussion über die Frauenordination wird die Einheit der Kirche in Frage gestellt. Ein Blick darauf, wie mit anderen Themen umgegangen wird, könnte hilfreich sein. Der Einsatz von gleichen Maßstäben bei allen Themen ist notwendig, sonst macht sich unsere Kirche unglaubwürdig.
Ich gehe davon aus, dass die Regelungen zum Thema „Scheidung“ aus Respekt und Liebe entstanden sind. Diesen Respekt und diese Liebe wünsche ich mir auch zum Thema „Ordination von Frauen“, zumal da die theologischen Befunde verschiedene Interpretationen zulassen – so könnte tatsächlich die Einheit der SELK erhalten bleiben.
Thomas Hartung
(08.02.2026)
Beitragsbild erstellt von der Redaktion.
[1] https://selk.de/download/synode2011/360_Pfarrerdienstrecht-Ehe.pdf (zuletzt abgerufen am 2.1.2026)
[2] Die Berufungen der Jünger durch Jesus erfolgten jeweils sehr schlicht: „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ (Luk. 5, 1-11; Mt 4,18-22, Mk 1,16-20).
- Matth. 28,18-20 (Missionsbefehl): „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“
- 2. Tim. 4,2: „Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit.“
- Joh. 21,15-17: „… Weide meine Lämmer … meine Schafe.“
- Apg. 6,6: Erwähnung der Handauflegung bei der Einsetzung der Diakone.
- Tim. 4,14: Bezug auf die Gabe, die durch „prophetische Rede und Handauflegung der Ältesten“ verliehen wurde
[3] Hier einige Beispiele, in denen Jesus gegen jüdisches Gesetz, damalige Regeln verstößt:
- als er sich von einer blutenden Frau berühren lässt (Matth. 9, 20ff; Mk. 5, 25ff; Lk. 8, 43ff)
- als er als Rabbi Maria in ihrem Haus lehrt (Luk. 10, 38ff – Nur Jungen gingen in die Synagogenschule, nur Männer besuchten den Synagogengottesdienst, Rabbis lehrten nur Jungen und Männer.)
- als er die verkrümmte Frau am Sabbat heilt (Luk. 13, 10ff)
- als er mit der syrophonyzischen Frau (einer Ausländerin!) am Brunnen spricht und sich von ihr überzeugen lässt, dass er auch für Menschen außerhalb Israels gekommen ist (Mk. 7,24-30; Matth. 15,21-28
[4] Alle vier Texte im synoptischen Vergleich: https://www.gsgvelbert.de/wp-content/uploads/2020/04/AB-Q1-Religion.pdf (zuletzt abgerufen am 23.01.2026)
[5] https://www.selk.de/download/Atlas-Frauenordination-SELK.pdf (zuletzt abgerufen am 2.1.2026)
[6] Mit der Hinzuziehung derselben Bibelstellen durften Frauen früher nicht Kirchenvorsteherin werden, nicht in der Gemeindeversammlung sprechen und abstimmen, nicht Lehrerin werden usw.. Zur Zeit Joh. Seb. Bachs durfte seine Frau Anna Magdalena, obwohl sie eine hervorragende Sopranistin war, nicht in der Kirche singen, weil das Schweigegebot auch auf das Singen bezogen wurde.
[7] https://www.selk.de/download/Hirtenwort_Ehe-Familie.pdf (zuletzt abgerufen am 3.1.2026)
