Einladung zu einer Informations- und Gesprächsveranstaltung
zum Antrag AKK VORBEHALT für Gemeinden der SELK
Dienstag, 10.02.2026, 19.00-20.30 Uhr per Zoom, erster Teil auch im Livestream unter https://youtube.com/live/fftRa-hykvo
Unter dem Titel „Verlässlichkeit und Verantwortung“ lädt der Verein „Aufbruch SELK e. V.“ zu einer digitalen Informations- und Gesprächsveranstaltung ein, in der ein Antrag für Gemeindeversammlungen der SELK vorgestellt wird, der sich konstruktiv mit der aktuellen Situation der Selbstständigen Evangelisch-Lutherische Kirche auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gemeinden ihre Verantwortung für die Kirche wahrnehmen und zugleich ihre Erwartungen an die kirchenleitenden Gremien und Grenzen ihrer Mitwirkung klar und fair kommunizieren können.
Viele Gemeindeglieder erleben gegenwärtig eine wachsende Spannung zwischen dem solidarischen Finanzierungsprinzip der Kirche und ungelösten Grundsatzfragen, z.B. im Blick auf die Frauenordination und die Entwicklung der Kirche Richtung Fundamentalismus/Biblizismus. Diese Spannung wirkt sich zunehmend auf das gemeindliche Leben, auf die Bereitschaft zur finanziellen Beteiligung und auf das Vertrauen in kirchliche Entscheidungsprozesse aus. Der Antrag „AKK Vorbehalt“ greift diese Situation auf und übersetzt sie in ein klares Signal aus den Gemeinden.
Der Antrag verbindet eine konkrete finanzielle Zusage für das Jahr 2027 mit einem transparent formulierten Vorbehalt, der sich an die Arbeit der Einheits- bzw. Trennungskommission und an die Entscheidungsfähigkeit der Kirchensynode bindet. Auf diese Weise ermöglicht er Planungssicherheit und eröffnet zugleich einen strukturierten Raum für notwendige Klärungen. Er stärkt die Rolle der Gemeinden im kirchlichen Transformationsprozess und macht ihre Verantwortung für die Gesamtkirche sichtbar. Der Antragsentwurf befindet sich zur Zeit noch in Bearbeitung und wird sobald wie möglich an dieser Stelle geteilt und den zur Teilnahme an der Veranstaltung Angemeldeten zugeschickt.
Die Veranstaltung stellt den Antrag vor, erläutert seine Hintergründe und Absicht und ordnet ihn kirchlich/juristisch und inhaltlich ein. Dabei wird vermittelt, wie der Antrag unterschiedliche theologische Überzeugungen respektiert und zugleich Wege aufzeigt, die der Vielfalt innerhalb unserer Kirche gerecht werden. Verlässlichkeit, Gewissensfreiheit und Fairness stehen dabei nicht im Widerspruch, sondern bilden gemeinsam die Grundlage für tragfähige Entscheidungen.
Zudem wird für Einzelpersonen, die in ihrer Gemeinde nicht so einen Beschluss werden herbeiführen können, ein Anschreiben an den Kirchenvorstand vorgestellt. Dieses Schreiben kann als Muster genutzt werden, um die eigene Gemeinde darüber zu informieren, dass die Weiterzahlung des Kirchbeitrags nach der Kirchensynode 2027 von Bedingungen abhängig sein wird.
Im zweiten Teil der Veranstaltung ist Raum für Rückfragen, Austausch und Diskussion. Eingeladen sind Gemeindeglieder, Kirchenvorstände und alle, die die Zukunft ihrer Kirche aktiv, verantwortungsvoll und offen mitgestalten möchten.
Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an info@aufbruch-selk.de unter Angabe von Name und Gemeinde. Der Zugangslink zum Zoomraum wird ca. zwei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt.
(ms)
29.01.2026
Das Beitragsbild wurde von der Redaktion unter Benutzung der KI ChatGPT erstellt.
Den Livestream findet Ihr hier:
