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Von Suppe und Segen – Bezirksfreizeit Niedersachsen-West 2026

Sonntagmittag, unsere Bezirksfreizeit „Ab ans Meer – Glaube erleben. Gemeinschaft genießen“ geht zu Ende und auf meine Frage „Was hat Dir besonders gefallen?“ höre ich ganz häufig ALLES oder es wird mir eine lange Liste aufgezählt, s. Wortwolke.

Doch zurück zum Anfang der Bezirksfreizeit, zu der 33 Kinder/Jugendliche und 64 Erwachsene am Freitag auf dem Dünenhof anreisen. Carina Reinecke, Daniel Schröder und Markus Nietzke haben diese Freizeit vorbereitet und führen uns bis Sonntagmittag durch das Thema „Suppe und Segen“. Musikalisch werden wir vor allem mit der Gitarre und anderen Instrumenten begleitet. Am späten Freitagnachmittag sind auch die Kleinsten beim Einstieg so gefragt, dass sie im Abschlussgottesdienst fast alle gemeinsam vorne sitzen und spontan eine Rolle beim Anspiel übernehmen. Die Hausleitung begrüßt uns herzlich und klärt uns über den christlichen Hintergrund des Dünenhofes und dessen Geschichte sowie den freundlichen Service der 18 Menschen auf, die hier ein Freiwilliges Soziales Jahr verbringen. Nach dem Einstieg stehen Zimmerbezug, Abendessen und eine erste Andacht auf dem Plan. Unser großer Gruppenraum ist dafür perfekt – bequeme Stühle, Teppichboden, gute Akustik, Tontechnik, kleine Bühne vor ansprechend gestalteter Wand mit einem großen Holzkreuz. Wir fühlen uns hier wohl, singen und beten gemeinsam. Nach dem ersten vielfältigen Abendangebot (Nachtcafé, Schwimmbad, Kegeln, Brettspiele, Klönen, Sauna) endet mein Abend im großen Gruppenraum. Hier singen wir eine gute Stunde Cosi-Lieder, nach unseren Wünschen, die wir auf Zettel schreiben und in einen gelbglitzernden Zylinderhut werfen. Ein Zauberhut, aus dem auch in den kommenden Andachten die zu singenden Lieder gezogen werden.

Am Samstagmorgen treffe ich meine Tochter vor dem Frühstück zum gemeinsamen Schwimmen und wir können ungestört mit zwei anderen Gästen unsere Bahnen ziehen. Beim Frühstück sitzen neue Gruppen zusammen, auch Kinder- und Jugendgruppen frühstücken zusammen oder spielen bereits im großen baumbestandenen Innenbereich des Dünenhofes.

Um 10 Uhr startet unser gemeinsames Tagesprogramm mit der Andacht „Suppe und Segen“. Pastor Markus Nietzke bringt uns die Geschichte von Jakob und Esau ganz neu nah und bindet dabei die Kinder auf wunderbare Weise ein. Teilweise erzählen die Kinder uns die Geschichte anhand der auf einem großen Monitor gezeigten Bilder. Gebete und Liedauswahl passen wunderbar zum Thema und wecken Lust auf die anschließenden Angebote, in denen wir die Geschichte unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten und eine Ahnung von ihrer Bedeutung für uns bekommen. Bis zum Mittagessen teilen wir uns zur Vertiefung in die folgenden Gruppen auf:

  • Kids-Club bis 11 Jahre mit Renate Mehrkens und Team
  • Actionbound 12 bis 18 (20) Jahre mit Pastor Daniel Schröder (Suppe über offenem Feuer kochen)
  • „Segen“ mit Pastoralreferentin Claudia Matzke, die extra für den Tag anreiste
  • „Familie“ mit Superintendent Henning Scharff
  • „Alter“ mit Pastor Markus Nietzke

Bei einem leckeren Mittagessen sitze ich wieder mit anderen Menschen am Tisch und wir tauschen uns über die Erkenntnisse unserer Arbeitsgruppen vom Vormittag und einiges mehr aus. Nach einer Mittagspause und einem Stück Kuchen mit Kaffee/Tee/Saft starten wir am Nachmittag mit Fahrgemeinschaften zu verschiedenen Freizeitaktivitäten an der Nordsee. Bei strahlender Sonne und einer kräftigen Brise sind wir am Strand, im Watt und am Deich zur Kugelbake unterwegs, im Meerwasserwellenbad, dem Besucherzentrum Wattenmeer oder einem netten Café.

Auch dieser gemeinsame Tag schließt nach dem Abendessen mit einer Andacht zum Thema ab. Oder auch nicht, denn es gibt weitere Abendangebote. Es wird ein Kneipen-Table-Quiz angeboten, an dem 9 Tische mit je 6 Personen aller Altersstufen teilnehmen. Jeder Tisch berät für sich, um die richtigen Lösungen auf einem Zettel zu notieren. Alle im großen Gruppenraum haben einen riesigen Spaß und am Ende gewinnen die „Schlauschnecken“. Im Anschluss werden Kinder zu Bett gebracht und viele fassen an, um Tische und Stühle beiseitezuräumen, denn auch eine Taizé-Andacht soll noch folgen. Für mich der gelungene Tagesabschluss, ich komme an, fühle mich in guter Gemeinschaft aufgehoben und von Gott reich beschenkt.

Sonntagmorgen – ich habe sehr gut geschlafen, obwohl die Matratze eine Kuhle hat – kann ich wieder eine halbe Stunde meine Bahnen schwimmen. Dorothea übt derweilen mit ihrem Papa und ihrer Puppe das Schwimmen. Beim Frühstück sitzen wir dann an einem Tisch und die kleine Schwimmerin bittet Markus an unseren Frühstückstisch. Er nutzt die Gelegenheit und fragt mich, ob ich einen Artikel schreiben kann. Ich sage gerne zu und hoffe jetzt, er ist Euch nicht zu lang geraten.

Der Höhepunkt unserer Bezirksfreizeit ist der Gottesdienst mit allen 1- bis 88-Jährigen gemeinsam, in dem wir Gott loben, unseren Wunsch nach Segen formulieren, nach dem Heiligen Geist rufen, unsere Sünden bekennen, darum bitten, mit Gottes Begleitung neu anfangen zu können, bevor wir die Predigt erleben. Die Predigt, sie tut so gut. Zunächst lesen die Schulkinder aus dem von den Jugendlichen am Vortag erstellten Bilderbuch auf dem großen Monitor vor. So haben wir alle die Geschichte von Jakobs Schuld an Esau noch einmal gut vor Augen. Und dann berichtet uns Jakob (Daniel Schröder) eindrücklich von seinem (un)möglichen Weg, seinem Wunsch, nach 20 Jahren in der Ferne zu seiner Familie und auch zu Esau zurückzukehren. Er berichtet von seinen Zweifeln und der Angst darum, wie sein Bruder reagieren wird. Er sendet seine Kundschafter (Kinder) aus, die von 400 Mann an der Seite seines Bruders berichten. Jakobs Angst steigt, er schläft schlecht und sendet Boten (Kinder) mit Geschenken aus, um seinen Bruder zu besänftigen. Mutig geht er weiter und als er Esau in der Ferne sieht, bittet er immer wieder um Vergebung. Wir singen das Lied „Meine engen Grenzen“ und hören am Ende dieser Geschichte, dass Vergebung möglich ist. Wir spüren förmlich die Freude, die Jakob empfindet, wenn er zu Esau sagt: „Du hast mich freundlich angesehen, als sähe ich in Gottes Angesicht“ (1. Mose 33,10). Erleichtert, dass wir alle eine weitere Chance haben und scheinbar unmögliche Wege gehen können, singen wir fröhlich „Wie ein Fest nach langer Trauer“. Der Gottesdienst schließt wie gewohnt mit Fürbitten, Vaterunser, dem erbetenen Segen und einem weiteren Lied.

Da es heute regnet, verabschieden wir uns im großen Gruppenraum am Meer, in dem wir dicht aneinander einen weiten Kreis bilden können. Auf „drei“ blicken wir alle einmal in die gesamte Runde und winken uns dabei zu – auf Wiedersehen! Der Wunsch nach einer weiteren gemeinsamen Freizeit, bei der wir unseren Glauben erleben und Gemeinschaft genießen können, ist sehr groß. Heute bleibt uns noch ein gemeinsames Mittagessen, bevor wir in unseren Alltag und unsere so verschieden aufgestellten SELK-Gemeinden zurückkehren.

Vielen, vielen DANK noch einmal an das Organisationsteam und alle, die dabei waren.

Verden/Brunsbrock, 18.10.2026
(SOS)

Das Beitragsbild wurde von der Redaktion unter Verwendung der KI ChatGPT erstellt. Die Wortwolke wurde von der Autorin erstellt.

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