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Liveticker zur Kirchensynode

Hier der vorläufige Zeitplan der Synode.

Die vierte Tagung der 15. Kirchensynode der SELK hat begonnen! In diesem Jahr findet die Tagung online statt. Die Redaktion von MITTEN AUS DER SELK begleitet die Beratungen kontinuierlich und veröffentlicht in diesem Liveticker Updates zu den Themen der Plenumssitzungen.

Da die Kirchensynode in öffentlicher Sitzung tagt, ist es selbstverständlich möglich, dass Gäste die Beratungen unseres Kirchenparlaments verfolgen. +++ Update 19.06.: Eine Teilnahme an der Online-Synode als Gast ist per Zoomlink möglich (Mikro und Kamera aus!). Die Teilnahmelinks finden sich unter den jeweiligen Tagen (s.u.) +++ 

Wir wünschen den Synodalen Gottes Segen für Ihre wichtige Arbeit.


Donnerstag, 18.06.2026, 14.30-21.30 Uhr


+++ 15.00 Uhr – Sitzung 1 +++
Prof. Salzmann, Präses der 15. Kirchensynode, begrüßt die Synodalen. Es folgt der Eröffnungsgottesdienst.

Der Eröffnungsgottesdienst der Synode wird in Form eines Blütenlesegottesdienstes eingespielt. Die Predigt hält Bischof Voigt zu Mat 11, 28:

„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Er beschreibt zunächst das Bild eines Esels vor einem Karren,der von Überlast des Karrens in die Luft gehoben wird. Er wendet sich an die Zuhörenden und fragt, wie es ihnen geht, ob der Karren noch rollt? Er führt aus: Wenn wir Immer mehr Lasten tragen sollen – geht irgendwann gar nichts mehr. Jesus ruft uns heran, entlastet uns von der Knechtschaft des Gesetzes, die wir nicht erfüllen können. Dem Prediger scheint, wir quälen uns mit immer mehr Forderungen und darüber bleibt das Wichtigste liegen. Jesus will uns erquicken, uns ausruhen lassen. Wir beginnen die Synode mit einer Pause – nämlich diesem Gottesdienst.  Auch im weiteren Verlauf der Synode wollen wir uns nicht gegenseitig überfordern.

Es folgt die Klärung der Anwesenheit der Synodalen und organisatorischen Regelungen, insbesondere zum Modus der Abstimmungen.

+++ 16.15 Uhr – Pause bis 16.45 Uhr +++

+++ 16.45 Uhr – Sitzung 2 +++

⋅ Nach der Klärung einiger organisatorischen Fragen beginnt die zweite Sitzung der Synodaltagung.
Die Anträge werden nach ihrer Zuordnung zu Arbeitsausschüssen geordnet vorgestellt. Zunächst werden die Anträge, die Arbeitsausschuss 1 („Strukturfragen“) zugeordnet sind, eingebracht.
⋅ Als Erster bringt Superintendent Rudolf Pfitzinger Antrag 512 zu Einsparpotentialen in der Besoldungs- und Versorgungsordnung der SELK ein.
⋅ Nun führt Thomas Hartung in Antrag 522 und 523 zum Thema „seelsorgerliche Versorgung der Gemeinden“ ein. Es wird beantragt, dass die Synode die Kirchenleitung bitten möge, ein Konzept zu erarbeiten, um die Seelsorge in Zeiten des Personalmangels zu sichern. Er schließt mit der Bemerkung „Da wo wir seelsorgerlich sind, haben wir auch eine Zukunft“.
⋅ Als Nächstes wird Antrag 525 und 526 vorgestellt, wiederum von Thomas Hartung. Es geht parallel zu den vorangehenden Anträgen darum, die Versorgung von Gemeinden mit regelmäßigem Zugang zum Heiligen Abendmahl zu sichern. Auch hierzu soll ein Konzept erarbeitet werden.
⋅ Propst Burkhard Kurz führt Antrag 590 ein. Der Kontext wird genauer in der morgigen Sitzung erläutert, zur Orientierung macht er deutlich, dass wir im Prozess der Strukturentwicklung davon ausgehen, dass es im Jahr 2036 nur noch 42 hauptamtliche Pfarrer in der SELK geben wird. Aus diesem Grund soll die Kirchenleitung „verschlankt“ werden. Er sagt: „Wir werden weitere 26 Hauptamtliche in den nächsten 5 Jahren in den Ruhestand schicken“ – daher die im Antrag formulierte Dringlichkeit des Vorgangs.
⋅ Sebastian Wenz führt nun in Antrag 590.1 ein – es handelt sich um einen Änderungsantrag zu Antrag 590 ein. Es geht in diesem Antrag darum, den Prozess von Strukturreformen zu entschleunigen.
Nach einer kurzen Pause werden nun die Anträge, die der Arbeitsausschuss 2 zugeordnet sind, vorgestellt.
⋅ Friedrich Bernhardt (Gemeinde Balhorn, Gast) führt in den Antrag 517 ein. Es geht darum, dass die Grundordnung (25(2)) geändert wird, damit die Kirchensynode ohne zusätzliche Beantragung jährlich zusammentritt. Es folgt eine längere Aussprache zu diesem Antrag als „Erste Lesung“, da es sich um eine beantragte Grundordnung handelt, wobei sich Synodale sowohl dafür als auch dagegen aussprechen.
⋅ Dr. Elke Hildebrandt führt in den Antrag 560.05 ein. Hierbei handelt es sich um einen vom Präsidium vorgeschlagenen Antrag, um die Nachbesetzung von Synodalkommissionen besser zu regeln. Bei einer Nachbesetzung der SynKoReVe war es zu einer Unregelmäßigkeit gekommen, insofern diese Nachbesetzung nicht wie in der Geschäftsordnung der Kirchensynode vorgeschrieben mit dem Präsidium abgesprochen worden war.
⋅ Bischof Voigt führt nun Antrag 577 ein. Es geht darum, dass die Kirchenleitung beauftragt wird, die Ordnung für Pastoren im Ehrenamt zu überarbeiten.
Es folgen nun die Anträge, die Arbeitsausschuss 3 zugeordnet werden, in denen es um das Thema „Frauenordination“ geht.
⋅ Thomas Krüger führt nun in Antrag 435 ein, der von 180 Gemeindegliedern aus der ganzen SELK gestellt wurde. Es geht darum, dass die Kirchensynode feststellen soll, dass der Ausschluss der Frauen vom Pfarramt nicht Teil des Bekenntnisses der SELK ist. Weitere Informationen zu diesem Antrag siehe hier.
⋅ Pfarrer Benjamin Rehr führt in einen Gegenantrag 435.01 zu diesem Antrag ein.

+++ 18.35 Uhr – Pause bis 20.00 Uhr +++

+++ 20.00 Uhr – Sitzung 4 +++

Weitere Anträge, die Arbeitsausschuss 3 zugeordnet werden, werden vorgestellt.
⋅ Thomas Hartung führt nun in die Anträge 478/479 ein, die von den Gemeinden Frankfurt und Berlin Wilmersdorf eingereicht wurden. Mit den Anträgen werden die Kirchenleitung (KL) und das Kollegium der Superintendenten (KollSup) gebeten bis zur konstituierenden Sitzung der 16. Kirchensynode mit dem Allgemeinen Pfarrkonvent (APK) ins Gespräch zu kommen, um auszuloten, ob die Bereitschaft besteht die Beschlüsse des 15. APK zu revidieren. Es geht den Antragstellern darum, dass sowohl Befürworter als auch Gegner der Frauenordination in der SELK verbleiben können.
⋅ Scott Morrison führt in Antrag 483.02 der Gemeinde Stuttgart ein. Sein Ziel ist es mit dem Antrag einer Trennung unserer Kirche entgegenzuwirken. Bewusst ist Pastor Morris, dass nicht über die Begründung, sondern über den Antragstext abgestimmt wird. Wichtig ist ihm jedoch, dass der Einheitskommission die Freiheit gegeben wird uneingeschränkt zu arbeiten, um eine Trennung der SELK verhindern zu können. Zu diesem Antrag melden sich sehr viele Synodale mit unterschiedlichsten Meinungen zu Wort. Auch die Zulässigkeit des Antrages wird in Frage gestellt.
⋅ Als Nächstes führte Rosemarie Lösel in Antrag 484 mit einem Bibelwort in den Antrag ein (hier der Text ihrer Rede im Wortlaut). In dem Antrag wird die Kirchensynode gebeten den Beschluss des 15. APK als nicht hilfreich im Sinne der Einheit der SELK zu bewerten. Auch zu diesem Antrag gibt es zahlreiche Wortmeldungen, bevor auch dieser Antrag in den Arbeitsausschuss verwiesen wird.

Anträge, die Arbeitsausschuss 4 (Ethik) zugeordnet werden, werden vorgestellt.
⋅ Thomas Krüger führt in Antrag 440.05 ein, der die Umsetzung der Stellungnahme der 15. Kirchensynode gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit und für Demokratie und Menschenrechte (Antrag 440.4) in allen Gemeinden der SELK fordert.
⋅ Thomas Hartung führt in Antrag 441 ein, der vorsieht die Kirchenleitung zu bitten werbende Maßnahmen zum „Marsch fürs Leben“ und zur Organisation „Bundesverband Lebensrecht“ zu unterlassen.
⋅ Sebastian Wenz führt in Antrag 442 ein, der Dank und Unterstützung von Personen fordert, die sich für den Schutz des (ungeborenen) Lebens einsetzen.
⋅ Georg Mogwitz führt in Vertretung von Florian Joseph in Antrag 492 zur Debattenkultur ein. Der Antrag sieht vor, dass künftig als diffamierend empfundene Begriffe (z. B. Biblizismus, Fundamentalismus) in Debatten nicht mehr genutzt werden sollen.

Das Präsidium bittet die Synodalen den unter Nummer 493 in der Cloud eingestellten Antrag auf die beantragte Fragestunde zur Medienstratgie in der SELK zu lesen. Die Fragestunde wird am Freitagmorgen eingeplant.

Das Protokoll der Nachmittagssitzung (2. Sitzungsperiode) wird verlesen und angenommen.

Der Synodentag schließt mit einer  Abendandacht.

+++ Ende des ersten Sitzungstages 21:30 Uhr +++

 


Freitag, 19.06.2026, 08.00-21.30 Uhr

+++ 08.00 Uhr – Sitzung 3 +++

Der Sitzungstag beginnt mit einer voraufgezeichneten Morgenandacht. Gastgeber ist Markus Müller, Rektor der Naëmi-Wilke-Stiftung Guben. Die Lesung ist aus Lukas 23,43: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ – Die Predigt geht darauf ein, dass viele Menschen von einem Paradies träumen, dass es aber in dieser Welt nicht verwirklicht werden kann. „Aus der Perspektive des Paradieses sehen viele unserer Streitigkeiten heute ganz klein aus.“

Das Protokoll der Sitzung 3 vom Vorabend wird verlesen, es wird eine Korrektur vorgetragen und das Protokoll wird bei einer Enthaltung angenommen.

Das Thema der Morgensitzung lautet „Strukturen“. Es folgt eine Einführung in das Thema durch Bischof Hans-Jörg Voigt und Propst Burkhard Kurz. Der Bischof stellt „Daten zur Personalentwicklung von Pfarrern und Pastoralreferentinnen bis 2036“ vor. Stand 01.06.2026 sind 88 Pfarrer und Pastoralreferentinnen in der SELK im Dienst. Es sind 102 Stellen in 93 Pfarrbezirken vorhanden, es gibt ca. 164 Gemeinden in 195 Predigtorten. 13 Stellen sind gesamtkirchlich verortet. Insgesamt lautet die Prognose, dass die Zahl der Beschäftigten bis 2036 sich etwa halbieren wird (2036 nur noch 42 Hauptamtliche im Dienst!). Die Präsentation ist unter den Synodalunterlagen.

Anschließend stellt Propst Burkhard Kurz „Informationen und Erwägungen zum Strukturprozess in der SELK“ vor. Kurz weist darauf hin, dass der Strukturprozess schon seit 1999 andauert. 1999 gab es noch 138 Pfarrer in der SELK, damals war ein Hauptgrund für die Reduzierung von Personal mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten, deshalb wurde das Personal seitdem bereits um 50 Personen reduziert. Er fasst zusammen, dass bisher folgende Strategien im Strukturprozess verfolgt wurden: Bildung von neuen Pfarrbezirken, Schließung von Gemeinden und Predigtorten, Fusion von Kirchenbezirken, Neuordnung von Kirchenregionen und Besetzung von Pfarrstellen durch andere Berufsbilder. Er weist auf die Wichtigkeit von Information über diesen Prozess für die GANZE KIRCHE, vor allem auch für die Kirchenbezirke und Gemeinden hin. Denn wichtige Entscheidungen über diesen Prozess werden auf dieser Ebene getroffen. Propst Kurz weist auch darauf hin, dass Instrumente geschaffen wurden, um die Besetzung von Stellen zu steuern und die verfügbaren Ressourcen möglichst gerecht zu verteilen. Im letzten Teil der Präsentation geht es vor allem um die zukünftigen Aufgaben im Bereich Strukturen. Eine zentrale Frage, die er stellt, ist: „Inwieweit ist die Synode in der Lage und bereit die Prozesse zu initiieren, zu begleiten und zu beschleunigen? Welche Leitungshandeln ist angemessen und akzeptiert?“ In seinem Fazit betont er, dass Strukturfragen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern immer mit inhaltlichen Themen verzahnt bearbeitet werden müssen. Entscheidend sei, die organisatorischen Formen der Kirche so weiterzuentwickeln, dass sie ihrem eigentlichen Auftrag dienen: Menschen das Evangelium nahezubringen, sie zu begleiten und die Sakramente anzubieten. Der Strukturprozess habe dabei längst begonnen; die Aufgabe bestehe nun darin, ihn verantwortungsvoll fortzuführen.

Es folgt eine Diskussion. Ein Wortbeitrag schildert, dass das Ehrenamt teilweise erodiert und Kernaufgaben nicht weiter in diesen Bereich ausgelagert werden können. Weitere Wortbeiträge folgen. Das Präsidium beendet die Diskussion und kündigt den Beginn einer Gruppenarbeitsphase zum Thema „Strukturprozess“ an. Die Arbeitsgruppen wurden hierzu vom Präsidium eingeteilt, es handelt sich nicht um die späteren Arbeitsausschüsse. Auch Gäste der Synode können sich in Break-Out-Rooms zusammenfinden und diskutieren. Das Plenum kommt wieder um 11.00 Uhr zusammen.
+++ Gruppenarbeitsphase zum Thema „Strukturprozess“ bis 10.30 Uhr +++

+++ 11.00 Uhr – Sitzung 5 +++

Das Protokoll der Sitzung 2 vom Vortag wird verlesen. Für die Protokollführung über die Einführung der Anträge wird gedankt und es erfolgen einige Anregungen und Bitten zur Überarbeitung des Protokolls, die das Präsidium entgegennimmt. Dass Präsidium schlägt vor, dass das Präsidium das Protokoll am Nachmittag in gekürzter und überarbeiteter Form erneut zur Abstimmung gestellt wird.

Bitte des Präsidiums um Vorstellung des Protokolls der Sitzung 4 vom Vormittag, diese wird vertagt. Die Zuständigkeit für das Protokoll der Sitzung 5 wird bestätigt.

Einige Screenshots für die Öffentlichkeitsarbeit werden vom Kirchenrat Daniel Soluk aufgenommen.

Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vom Vormittag werden vorgestellt. Folgende Gedanken zu zukünftigen Strukturen innerhalb der SELK werden genannt:

  • Idee die Kirchenleitung auf vier Pröpste im Hauptamt zu reduzieren und auf die Superintendenten zu verzichten – diese hätte auch eine Verschlankung der Ehrenamtlichen Positionen zur Folge. Zur Begründung u.a. Abstimmungen könnten schnelle erfolgen. – Als nachteilig wird benannt, dass die Bindung hauptamtlicher Pröpste zu den Gemeinden fehlt. – Darauf wird erwidert, dass die Pröpste regelmäßig die Gemeinden besuchen könnten
  • Hinweis: Strukturveränderungen mit einer Verschlankung brauchen auch Begleitung in den Gemeinden (Stichwort: Trauerarbeit), diese Arbeit leisten derzeit überwiegend die Superintendenten.
  • Als positives Beispiel für solche Trauerarbeit in den Gemeinden, wird ein Begegnungs- und Ermutigungstag im Kirchenbezirk Niedersachsen Ost mit Ortspastor Helge Dittmer und Prof. Dr. Christoph Barnbrock genannt.
  • Anregung die Strukturen von oben zu verschlanken und die Ebene der Superintendenten zu erhalten, da die Arbeit der Superintendenten für die Versorgung der Gemeinden wichtig ist. – Als Beispiel wird hier die Missouri Synode angeführt, die Kirche wird vom Präses ihrer Synode geleitet.
  • Ein positives Bild des Pfarrers ist auch für die Nachwuchsgewinnung wichtig, es reicht nicht, dass „der Pfarrer nur noch rumfährt und das Abendmahl austeilt“.
  • Sehr intensiv wird über das Ehrenamt – eine der stärksten Säulen in unserer Kirche – gesprochen. Dabei geht es um:
    • das Selbstverständnis unserer Kirche
    • Aufgaben des Pastors
    • Wertschätzung des Dienstes
    • Schulungen für Ehrenamtliche
    • Plattformen zum Austausch über Gemeindegrenzen hinweg
    • Ehrenamtspauschalen
  • Auf den Beschluss der Kirchensynode zur Förderung der Dienste, die auch das Ehrenamt einschließen, wird hingewiesen.
  • Gestaltungsräume nutzen – über bestehende Regelungen hinausdenken – Aufgabenfelder neu definieren, z.B. die von Diakoninnen/Diakonen und Pastoralreferentinnen.
  • Abendmahlgottesdienste gerecht verteilen – über Mindeststandards nachdenken.
  • Notwendigkeit der Geistliches Leben in den Gemeinden zu stärken, um Zuversicht zu erhalten und zu fördern.

Es erfolgt der Hinweise, dass Verschlankungsprozesse notwendig sind. Ferne wird die Bitte geäußert bei den für den Nachmittag vorgesehenen Abstimmung in den Arbeitsgruppen zu beachten, in welchem Rahmen die Synode wirksam sein kann.

Das Präsidiums dankt den Synodalen fürs Mitdenken und die spannenden Prozesse, die damit in Gang kommen.

Es folgt eine weitere Probeabstimmung.

+++ 12.00 Uhr Ende der Sitzung 5, Mittagspause bis 14.00 Uhr mit der Möglichkeit sich in Breakouträumen zu treffen +++

+++ 14.00 Uhr Sitzung 6, Protokoll und Berichte +++

Verlesung des Protokolls der Sitzung 4 vom Vormittag. Das Protokoll wird bei zwei Enthaltungen angenommen.

Verlesung des Protokolls der Sitzung 5 vom Vormittag. Das Protokoll wird mit wenigen Änderungen bei einer Enthaltung angenommen.

Das Präsidium informiert über den weiteren Verlauf der Sitzung mit Zwischenberichten aus Trennungs- und Einheitskommission (jeweils 35 Minuten) sowie einem Bericht der Arbeitsgruppe Mission. Die Synode wird aufgefordert, die Unterlage 296 (Stand Ethikkommission) zu lesen. Es wird die Bitte geäußert, hierzu eine Aussprache im Plenum zu ermöglichen.

Johannes Heicke stellt nicht den Zwischenbericht der Einheitskommission vor, dieser kann in den Unterlagen (Nr. 290) nachgelesen werden. Seine Intention ist es, die Synodalen auf dem Weg der Einheitskommission mitzunehmen. Dazu stellt er eine Präsentation vor, die nachträglich in der Cloud eingestellt wird (Nr. 290.02). Die Einheitskommission hat in mehreren Sitzungen die folgenden Phasen durchlaufen:

  1. Findungsphase mit wertschätzenden Begegnungen auf Augenhöhe
  2. Kommunikationsphase mit gegenseitiger Vorstellung der Sichtweisen, aber auch Vorschlägen für Begegnungskonvente – weiteren Formen der Kommunikation nach außen sind geplant
  3. Herausforderungen – Beobachtung einer heftige Eskalation und Containerbildung innerhalb der SELK
  4. Verstehen – Im Rahmen dieser Phase erfolgte die Auseinandersetzung mit einer Konflikttheorie mit der Erkenntnis, dass bei der erreichten Eskalationsstufe ein Ausweg aus eigener Kraft nicht möglich erscheint
  5. Was jetzt? – Wie kommen wir aus den Containern heraus und wieder zusammen? Dazu hat ein Gespräch mit Dipl. Theologe und Organisationsberater Dr. Valentin Dessoy stattgefunden. Wie weiter gearbeitet werden kann, zeigt das in der Präsentation abgebildete Baummodell (Gleiche Wurzeln „Auf Gott Hören“, Weiterarbeit nach drei Möglichkeiten a) Reden b) Entscheiden c) Beraten, Ziel eine Baumkrone)
  6. Wohin? – Weiterarbeit auf Basis eines gemeinsamen Konsens, der Hoffnung auf die Möglichkeit der Einheit, in zwei Phasen

Im Anschluss sind die Synodalen gebeten ihre Einschätzung abzugeben, in welcher Phase sie sich persönlich, sich ihre Gemeinden und ihre Kirchenbezirke befinden. Zeitgleich zur Abfrage können Fragen in den Chat gestellt werden, die im Nachgang beantwortet werden.

Der Zwischenbericht der Trennungskommission ist als Präsentation unter der Nummer 291 abgelegt. Im Anschluss an die Berichterstattung erfolgt nach einer kurzen Pause eine 10-minütige Aussprache.

Dr. Elke Hildebrandt verzichtet aus Zeitgründen auf die Verlesung des Berichts aus der AG Mission, bittet jedoch eindringlich um Befassung.

+++ 15.21 Uhr kurze Pause in Sitzung 6  +++

Es folgt die Aussprache zum Zwischenbericht der Trennungskommission.

Für die Antworten des Kirchenrates Daniel Soluk auf die beantragte Fragestunde (Unterlage 493) zur Medienarbeit werden 10 Minuten eingeräumt.

+++ 16.05 Uhr Ende der Sitzung 6 +++

+++ ab 16:15 Uhr Beginn der Arbeit der Arbeitsausschüsse/der Arbeitsgruppe, diese sind nicht öffentlich +++

+++ 20:00 Uhr Abendandacht +++

 


Samstag, 20.06.2026, 08.00-15.45 Uhr

+++ Hier der Link für Samstag, 20.06. ab 08.00 Uhr. +++

+++ 8.00 Uhr – Sitzung 9 +++

Der abschließende Sitzungstag startet mit einer Morgenandacht von Pfr. Markus Büttner zu Jer. 31, 9-14, die vorher aufgezeichnet wurde und eingespielt wird.

Nach der Begrüßung und einigen organisatorischen Ansagen durch Präses Salzmann wird das überarbeitete Protokoll zu Sitzungsperiode 2 von Donnerstag verlesen. Einige Änderungen werden eingepflegt und das Protokoll wird bei zwei Enthaltungen angenommen. Im Anschluss wird das Protokoll der Sitzungsperioden 6-8 verlesen, Korrekturen und Ergänzungen eingearbeitet und bei zwei Enthaltungen angenommen.

Harald Schaefer führt in die bearbeiteten Anträge aus Arbeitsausschuss 1 ein.

Antrag 512 zielt auf Einsparpotentiale in der Besoldungs- und Versorgungsordnung der SELK ab. Der Arbeitsausschuss empfiehlt den Antrag abzulehnen, da nach Rücksprache mit der Synodalkommission für Rechts- und Verfassungsfragen (SynKoReVe) eine Verquickung zwischen den Regelungen bei Beamten und Angestellten unabwägbare Folgen habe und z.B. Körperschaftsrechte gefährde. Eine Aussprache findet nicht statt. Der Antrag wird bei 4 Ja-Stimmen, 11 Enthaltungen und 31 Nein-Stimmen abgelehnt.

Leitantrag 526.01 fasst die Anträge 522 und 523 zur Sicherstellung der seelsorgerlichen Versorgung sowie die Anträge 525 und 526 zur Versorgung mit Abendmahl in der SELK zusammen. Dieser Leitantrag möchte Gemeinden ermutigen, auch ohne Pfarrer die geistlichen Gaben im Gemeindeleben einzubringen und selbstständig zu gestalten. Zur Weiterbefassung dieser Anliegen werden Kirchenleitung (KL) und Kollegium der Superintendenten (KollSup) gebeten. Leitantrag 526.01 wird bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen.

Leitantrag 590.02 präzisiert und fasst die Anträge 590 und 590.01 zusammen. Aufgrund der sinkenden Zahl an Pfarrern und Pastoralreferentinnen soll ein Prozess angestoßen werden, das Personal in der Leitungsstruktur der SELK deutlich zu reduzieren. Dazu soll eine Synodalkommission (SynKo Leitungsstruktur) für fünf Jahre eingesetzt werden, die Ordnungsänderungen vorschlägt, diesen Prozess in die kommuniziert und die Umsetzung begleiten soll. Erste Arbeitsergebnisse sollen der der konstituierenden Tagung der 16. Kirchensynode präsentiert werden. Leitantrag 590.02 wird bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen

In Leitantrag 517.01 empfiehlt der Arbeitsausschuss 2 einstimmig den Antrag 517 an die 2025 eingesetzte „SynAG Arbeitsweise Struktur“ zu verweisen. Dieser wird bei 44 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen einstimmig angenommen.

+++ 9.30 Uhr – Pause bis 10.00 Uhr +++

+++ 10.00 Uhr – Sitzung 10 +++

Das Protokoll der Sitzung 9 wird verlesen und nach kleinen Anpassungen einstimmig bei einer Enthaltungen angenommen.

Leitantrag 560.05 zur Nachwahl von Kommissionsmitgliedern wird durch Klaus Bergmann eingeführt. Der Arbeitsausschuss empfiehlt die Annahme von Antrag 560. Es erfolgt keine Aussprache. Der Leitantrag wird mit 34 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen und bei 6 Enthaltungen angenommen.

Der Arbeitsausschuss 2 empfiehlt die Annahme von Antrag 577, der vorsieht, dass die Kirchenleitung eine Arbeitsgruppe einsetzt, um die Ordnung für „Pastoren im Ehrenamt“ zu überarbeiten. Antrag 577 wird bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen.

Zur Anzahl der zu besetzenden Mitglieder der Synodalkommission Leitungsstruktur (siehe Antrag 590.02) wird ein Meinungsbild erstellt: 3 Mitglieder – 1 Stimme, 4 Mitglieder – 10 Stimmen, 5 Mitglieder – 13 Stimmen und 6 Mitglieder 21 Stimmen. Im Anschluss wird die einzusetzende Synodalkommission Leitungsstruktur mit der Größe von sechs Mitgliedern zur Abstimmung gebracht und 30 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmuen und 4 Enthaltungen beschlossen.

Leitantrag 435.02 greift die Anträge 435 (Frauenordination nicht Bekenntnisstand) und den Gegenantrag 435.01 auf und stellt fest, dass der Bekenntnisstand weiter unverändert gilt (und auch nicht geändert werden kann) und zurzeit keine eindeutige Stellungnahme vom APK zur Frage der Frauenordination in der SELK vorliegt. Der damit befasste Arbeitsausschuss empfiehlt einstimmig die Annahme. Der Leitantrag 435.02 wird bei 40 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen.

+++ 10.57 Uhr – Pause bis 11.15 Uhr +++

+++ 11.15 Uhr – Sitzung 11 +++

Leitantrag 484.01 wird von Kirchenrat Florian Wonneberg aus dem Arbeitsausschuss 3 eingeführt und nimmt die Anträge 478, 479 und 484 auf, die vom Allgemeinen Pfarrkonvent (APK) eine Revision der Beschlüsse bzw. eine Stellungnahme erbitten. Der Leitantrag 484.01 sieht vor, dass Kirchenleitung und Kollegium der Superintendenten gebeten werden, einen Sonder-APK einzuberufen. Dieser Antrag lässt bewusst offen, ob dieser Sonder-APK mit einem notwendigen Sonder-APK 2028 zur Nominierung von Bischofskandidaten zusammengelegt oder voneinander getrennt stattfinden soll. Eine Wortmeldung ergänzt, ein Sonder-APK könne auch digital abgehalten werden. Weiter wäre es sinnvoll, vor einer Terminierung die Arbeit der Einheitskommission abzuwarten. Nach der Aussprache wird Leitantrag 484.01 bei 38 Ja-Stimmen und 8 Enthaltungen angenommen.

Leitantrag 483.03 nimmt Bezug auf Antrag 483.02, der darauf abzielt, im Arbeitsauftrag der Einheitskommission keine Vorgaben auf die bestehenden Regelungen, der nicht vorhandenen Ordination von Frauen, zu machen und somit ihre Arbeit nicht in die eine oder andere Richtung einzuschränken. Der Arbeitsausschuss 3 spricht sich Leitantrag dafür aus, den Arbeitsauftrag der Einheitskommission in einem laufendem Verfahren nicht zu verändern. Der Leitantrag 483.03 wird bei 38 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen.

+++ 11.35 Uhr – Pause bis 11.30 Uhr +++

Das Protokoll der Sitzung 10 wird verlesen und nach kleinen Anpassungen bei drei Enthaltungen einstimmig angenommen.

Britta Wahlers, Berichterstatterin des Ethikausschusses, führt in den Leitantrag 440.06 und Dr. Elke Hildebrandt in den Gegenantrag 440.07 ein. Es wird beantragt, Antrag 440.06 geheim abzustimmen; dies findet eine ausreichende Unterstützung durch Synodale. Es erfolgt eine Aussprache.

+++ 12.30 Uhr – Mittagspause bis 13.30 Uhr +++

Der Sitzungsbeginn verschiebt sich um einige Minuten, da noch Synodale in einer spontan eingesetzten Arbeitsgruppe über einen Ergänzungsantrag beraten.

+++ 13.56 Uhr – Sitzung 12 +++

Das Protokoll der Sitzung 11 wird verlesen und wird zur weiteren Überarbeitung vertagt. Hinzugekommene Synodale werden verpflichtet.

Bischof Hans-Jörg Voigt führt in den neu konzipierten Ergänzungsantrag 440.08 ein.

Antrag 440.06 wird zur Abstimmung gebracht und bei 43 Ja-Stimmen und einer Enthaltung einstimmig angenommen.

Es erfolgt eine Abstimmung über die Zulassung des Ergänzungsantrags 440.08. Die Synode nimmt den Antrag an. In der Aussprache wird betont, dass Antrag 440.08 den bereits beschlossenen Antrag 440.04 aus Fulda im vergangenen Jahr bestärken soll. Antrag 440.08 wird mit 28 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen angenommen.

Das überarbeitete Protokoll der Sitzung 11 wird verlesen und nach kleinen Anpassungen bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.

Britta Wahlers führt für den Arbeitsausschuss 4 in Leitantrag 442.01 ein, der die Anträge 441 (Marsch für das Leben) und 442 (Lebensschutz) behandelt. In der Aussprache wird darauf verwiesen, dass der nicht im Leitantrag enthaltene Aspekt aus Antrag 441 Werbung für Vereinigungen wie den Marsch für das Leben schon seit langer Zeit nicht mehr praktiziert wird. Antrag 442.01 wird mit 42 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen einstimmig angenommen.

Antrag 440.07 wird zurückgezogen.

Britta Wahlers erläutert, dass Antrag 492 aus dem Arbeitsausschuss 4 ohne Empfehlung zurück ins Plenum gegeben wird. In der Aussprache wird erläutert, dass dieser Antrag ist nicht zielführend sei und es nicht weiterhilft, einzelne Wörter in einer Debatte zu streichen. Antrag 492 wird bei 11 Ja-Stimmen, 23 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen abgelehnt.

Für Antrag 590.02 zur Einsetzung einer Synodalkommission Leitungsstruktur werden geeignete Personen (Dokument 590.03) benannt, vorgestellt und gewählt.

Die Synode nimmt den Bericht zur Ethikkommission der Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten (Dokument 296) zur Kenntnis. Zurzeit ist es nicht möglich, die Ethikkommission zu besetzen. Eine Wortmeldung benennt diesen Umstand als „Überlastungsanzeige“. Weiter wird angemerkt, die Arbeitsbelastung innerhalb der Kirche als Leitthema zukünftiger Veranstaltungen verstärkt in den Blick zu nehmen.

Präses Salzmann gibt bekannt, dass die erste Sitzung der 16. Kirchensynode vom 15.-19. Juni 2027 in Verden stattfinden wird.

Das Protokoll der gerade stattfindenden Sitzung 12 wird verlesen, durch einige Anregungen ergänzt und bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.

Präses Salzmann schließt die finale Sitzungseinheit der letzten Tagung der 15. Kirchensynode. Bischof Hans-Jörg Voigt dankt allen Beteiligten für ihr Engagement, besonders dem Präsidium und den Protokollanten. Die 15. Kirchensynode endet mit dem Schlussgottesdienst.

+++ 16.35 Uhr Ende der Sitzung 12 +++

+++ Schlussgottesdienst +++

3 Kommentare zu „Liveticker zur Kirchensynode“

  1. Ein Liveticker? Ernsthaft?!
    Ihr seid so großartig!
    Aus vollem Herzen DANKE für Euren Einsatz an Zeit, Geduld, Nerven, Sprachfähigkeit und Liebe zu unserer Kirche, die Ihr hier einbringt.
    Möge es helfen.

  2. Es war so wichtig, durch diesen Liveticker auch etwas von der Atmosphäre der Tagung mitzubekommen. Herzlichen Dank für Eure aufwendige Arbeit.

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